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Noah Hess: «Für die eigene Erfah­rung und Persön­lich­keits­ent­wick­lung lohnt es sich»

Im September tritt Noah Hess (Plati­nium-Betrieb: Zinsli Platten­be­läge AG) an den World­S­kills in Shanghai an. Im Inter­view erzählt er, wie er die Schluss­phase erlebt.

Wie würdest du deine aktuelle Situa­tion in drei Worten beschreiben?

Stressig, anstren­gend und gleich­zeitig motivie­rend. Es ist schön, dass langsam ein Ende in Sicht ist. Ich sehe endlich die Resul­tate und merke, was ich in diesen neun Monaten alles geleistet habe.

Wie sieht dein Trainings­alltag in der Schluss­phase der Vorbe­rei­tung aus?

Ich arbeite an verschie­denen Objekten, unter anderem an Objekten vergan­gener World­S­kills und EuroS­kills. Was genau am Wettkampf drankommt, weiss ich nicht. Deshalb versu­chen wir, das Training möglichst vielfältig zu gestalten und eine grosse Bandbreite abzude­cken.

Momentan arbeite ich zudem intensiv an der Zeitpla­nung, die muss bis zum Schluss perfekt sitzen. Dazu kommen einige Kleinig­keiten sowie Tipps und Hinweise von meinem Experten, die ich Schritt für Schritt umsetze.

Gab es während deiner Vorbe­rei­tung einen beson­deren Moment, der dir in Erinne­rung geblieben ist?

Das letzte Training ist nicht beson­ders gut gelaufen, trotzdem war es im Nachhinein sehr wertvoll. Ich bin dabei wirklich an meine Grenzen gekommen, auch wegen der beson­deren Umstände, die wir im Training hatten.

Die Bewer­tung meines Objekts war deutlich schlechter, als ich es von mir selbst erwartet hatte. Es ist gut, auch mal einen Rückschlag zu erleben und zu sehen, dass nicht immer alles perfekt läuft. Lieber passiert so etwas im Training als später im Wettkampf.

Die World­S­kills sind auch eine persön­liche Heraus­for­de­rung. Was hast du in dieser Zeit über dich selbst gelernt?

Ich habe gelernt, wie weit meine Geduld reicht, denn sie ist bis jetzt noch nicht ausge­schöpft.

Nach so vielen Monaten Training wieder­holt sich natür­lich einiges. Man kommt immer wieder in einen ähnli­chen Rhythmus und möchte den Wettkampf irgend­wann einfach erleben und durch­ziehen. Gleich­zeitig gehört genau diese Geduld zur Vorbe­rei­tung dazu.

Was möchtest du jungen Berufs­leuten mitgeben, die überlegen, ebenfalls an Berufs­meis­ter­schaften teilzu­nehmen?

Wenn die Chance da ist, würde ich es auf jeden Fall jedem empfehlen. Eine Berufs­meis­ter­schaft ist eine grosse Erfah­rung und bringt einen persön­lich enorm weiter.

Schon allein wegen des gesamten Events lohnt es sich. Man lernt unglaub­lich viele neue, coole Leute kennen und erlebt eine inten­sive, beson­dere Zeit. Natür­lich ist eine Teilnahme auch für die beruf­liche Zukunft kein Minus­punkt. Steht in einer Bewer­bung oder im Lebens­lauf, dass man an einer Berufs­meis­ter­schaft teilge­nommen hat, zeigt das einiges - egal ob man gewonnen hat oder nicht.

Der wichtigste Punkt ist für mich aber die persön­liche Erfah­rung und die Persön­lich­keits­ent­wick­lung. Dafür lohnt es sich wirklich.

Was darf in deiner Wettkampf­ta­sche auf keinen Fall fehlen? Gibt es etwas, das dich während des Wettbe­werbs begleiten wird?

Werkzeug­tech­nisch werden wir wahrschein­lich nicht viel mitnehmen dürfen, mögli­cher­weise fünf Handwerk­zeuge, vielleicht einen Meter und einen Bleistift. Ein Japan­messer bringen wir wohl nicht am Zoll vorbei. Was genau möglich ist, müssen wir noch abklären.

Auf jeden Fall werde ich den Glücks­bringer von meiner Freundin mitnehmen. Der wird während den vier Wettkampf­tagen auf meinem Arbeits­tisch stehen.

Und natür­lich kommen auch meine Fans mit nach Shanghai und unter­stützen mich während dieser beson­deren Reise.


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