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Neuer LGAV mit deutli­cher Mehrheit angenommen

Die Delegier­ten­ver­samm­lung von Ceruniq hat am Freitag, 19.06.2026 den neuen LGAV mit deutli­cher Mehrheit angenommen. Plattenleger/innen in der Deutsch­schweiz können neu ab 62 Jahren in Rente gehen.

Die vorzei­tige Pensio­nie­rung wurde im Rahmen des neuen Landes­ge­samt­ar­beits­ver­trags (LGAV) verein­bart, den die Ceruniq-Delegierten an ihrer Versamm­lung in Brunnen mit überwäl­ti­gender Mehrheit geneh­migt haben. Die Platten­le­ger­branche der Deutsch­schweiz wird sich damit ab 2027 der Vorpen­sio­nie­rungs­kasse des Westschweizer Ausbau­ge­werbes Resor anschliessen. Voraus­sicht­lich bereits ab dem 1. Oktober 2027 erhalten die ersten Plattenleger/innen ab 62 eine Überbrü­ckungs­rente bis zur ordent­li­chen Pensio­nie­rung. Bisher konnten die Plattenleger/innen der Deutsch­schweiz erst mit 65 Jahren in Rente gehen.

Über das deutliche Abstim­mungs­re­sultat zeigt sich Konrad Imbach, Zentral­prä­si­dent von Ceruniq, sehr erfreut: «Dank der Frühpen­sio­nie­rung können wir angesichts des Fachkräf­te­man­gels die Attrak­ti­vität unserer Branche steigern». Mit der Frühpen­sio­nie­rung würden Anreize gesetzt, gut ausge­bil­dete und erfah­rene ältere Mitar­bei­tenden in der Branche zu halten. Konrad Imbach ergänzt: «Das breite Fachwissen bleibt erhalten und kann dem Berufs­nach­wuchs weiter­ge­geben werden.»

Ausschlag­ge­bend für den Anschluss an die Westschweizer Lösung gaben die guten Erfah­rungen des Platten­le­ger­ge­werbes in der Romandie aber auch der Sektionen Tessin und beider Basel, die seit längerem Teil von Resor sind. Für Andreas Furgler, Geschäfts­führer von Ceruniq, ist das Modell ein wichtiger Meilen­stein: «Das Platten­le­ger­ge­werbe hat nun schweiz­weit ein einheit­li­ches Frühpen­sio­nie­rungs­mo­dell, das macht uns einzig­artig. Diese Lösung ist auch ein Ausdruck der Wertschät­zung für die langjäh­rigen, treuen Mitar­bei­tenden in unserer Branche.»

Verdient früher in Rente

Aus Sicht der Gewerk­schaften ist die Einfüh­rung der Frühpen­sio­nie­rung ein grosser Fortschritt. «Dank der Frühpen­sio­nie­rung können die Plattenleger/innen gesund in Rente gehen», sagt Kaspar Bütikofer, Branchen­se­kretär der Unia. «Die Frühpen­sio­nie­rung gibt ihnen die Möglich­keit, den Zeitpunkt des Ruhestands selbst zu bestimmen.» Und Guido Schluep, Zentral­se­kretär der Gewerk­schaft Syna, fügt an: «Mit diesem GAV schaffen wir echte Planungs­si­cher­heit. Wer frühzeitig in Pension gehen möchte, kann das jetzt tun – ohne finan­zi­elle Abstriche hinnehmen zu müssen. Das ist das Ergebnis von hartnä­ckigen Verhand­lungen und zeigt, was die Branche für ihre Leute errei­chen kann.»


Der Landes­ge­samt­ar­beits­ver­trag LGAV und Resor sollen Anfang 2027 in Kraft gesetzt werden. Die Allge­mein­ver­bind­lich­keit wird dem Bundesrat beantragt.


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